„Zum Paradoxon der ...
 
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„Zum Paradoxon der Freiheit von Werner L. Ende“  

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Werner Ende
(@wende2019)
Mitglied Admin

Der bedeutende Philosoph Karl R. Popper hat sich in seinem bekannten Werk „Die offene Gesellschaft und ihre Feinde“ zum Paradoxon der Freiheit geäußert: https://denkstil.bankstil.de/das-paradoxon-der-freiheit-karl-r-popper

Soweit mir bekannt ist, hat sich Popper bis zu seinem Lebensende nicht von seiner Einstellung zu Karl Marx distanziert, die mit og. Zitat belegt ist. Ein Paradoxon der Freiheit gibt es solange nicht, wie es keine Unterdrückung von anderen Menschen gibt. Gleichgültig ist ob diese Menschen einer Mehrheit angehören oder eine Mehrheit der Wahlstimmen besitzen. Die Herrschaft des Volkes, die Demokratie macht da scheinbar eine Ausnahme. Hier bestimmt das sogenannte Volk unsere individuelle Freiheit, sagen unsere Kindergärtnerinnen, Lehrer, Professoren, die fast vollständige Versammlung aller vom Staat lizensierten, dem Staat wohlgesinnten Medien und von seltenen Ausnahmen abgesehen unsere Eltern.

Unsere individuellen Vorstellungen und Wünsche - so definierte vor gut 2000 der Philosoph und Stoiker Epictetus ( https://www.zeno.org/Philosophie/M/Epiktet/Handbüchlein+der+stoischen+Moral ) werden also von den gewählten Politikern wahrgenommen. Während es im alten, antiken Athen gerade einmal 8000 „Freie Athener“ warten, die das Stimmrecht besaßen, sind es heute in Deutschland Millionen, die das Stimmrecht haben. In beiden Fällen ist es das sogenannte Volk das "bestimmt". Entscheidend und dies ist der antiken Demokratie und der neuen Demokratie unserer Tage gemeinsam: Mehrheiten überstimmen und unterdrücken Minderheiten.Die Gewählten haben sich selbst zu Kandidaten ernannt und wurden und werden nicht von den Wählern bestimmt. Der Wähler „Kauft die Katze im Sack“ und zu guter Letzt: Das „Volk“ ist ein Mythos, der spätestens seit den Tagen Hegels von demokratischen Politikern “. in Ost und West benutzt wird um uns „Sand in die Augen zu streuen".Der amerikanische Soziologe C. Wright Mills hat es 1956 in seinem Buch "The Power Elite", (Es wurde 1962 auch in Deutschland publiziert) - verdeutlicht:

Wir, und dies gilt nicht nur für die von Mills ( https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Wright_Mills ) untersuchten USA, werden von einer kleinen Minderheit, den „Powereliten“ oder „Machteliten“ regiert. Nicht einmal der Wille der Wähler bestimmt uns, es sind diese Powereliten die im Westen mit willkürlichen Polizeimaßnahmen und im Osten, insbesondere in China mit unverhüllt diktatorischen Methoden die Menschen im Lande regieren.
Wie hat es bereits vor Jahren ein amerikanischer Senator fomuliert:„Deine Freiheit endet an meiner Nasenspitze“. Anders formuliert: Deine Freiheit kann nur deine individuelle Freiheit, die Erfüllung deiner Bedürfnisse und Wünsche sein. solange Du den anderen respektierst, ihn nicht überstimmst oder unterdrückst.Niemand kann aber von Dir verlangen, dass Du Intoleranz tolerierst, wenn nur der Glaube des Anderen gilt. wenn zum Hass und zur Intoleranz aufgerufen wird, dann hast Du das Recht diese Religion, diese Ideologie zu bekämpfen und nicht (!) zu tolerieren.

Der Aufruf zu uneingeschränkten Meinungsfreiheit bedeutet die Unterwerfung unter andere und öffnet den Weg in die Unfreiheit.

Dieses Thema wurde geändert 1 Jahr zuvor von Werner Ende
Zitat
Veröffentlicht : 09/10/2019 2:24 am
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